Die
Landschaft Tahitis ist eine der bemerkenswertesten Polynesiens. Sie veranlasste den berühmten französischen Maler des Impressionismus Paul Gauguin sich hier niederzulassen. Viele seiner Gemälde verleihen der exotischen Atmosphäre dieses idyllischen Fleckchens Erde Ausdruck.
Die beiden Vulkane, über einem Hot Spot im Pazifik, schufen neben Tahiti auch die übrigen Gesellschaftsinsel. Als überreste dieser vulkanischen Aktivitäten ist heute noch das gebirgige Relief des "Tors zur Südsee", wie man Tahiti auch nennt, für jeden deutlich sichtbar. Auf der größeren der beiden Inseln, Tahiti- Nui, erhebt sich der 2241 Meter hohe
Orohena. Der Einfluss dieses Berges auf das Wetter ist nicht unerheblich, zwischen Ost- und Westseite bestehen teilweise deutliche Unterschiede. Nicht ganz so mächtig, aber dennoch nicht viel weniger beeindruckend ist der
Ronui auf Tahiti- Iti, mit 1321 Metern. Zwischen den Gebirgsformationen haben sich im Laufe der Zeit kleinere Flüsschen ihren Weg gebahnt und steile Täler hinterlassen. Die Wasserfälle der Südseeinsel sind ein eindrucksvolles Naturspektakel.
Im Innern Tahitis findet sich eine
naturbelassene, üppige Flora und Fauna. Die Berge sind von Regenwäldern bedeckt und aufgrund von Tahitis isolierter Lage finden sich hier zahlreiche, weltweit einzigartige Pflanzen. Allerdings haben europäische und weit früher schon polynesische Siedler das Landschaftsbild enorm geprägt. Viele Nutzpflanzen kamen erst durch fremde Besiedlung nach Tahiti. Nichtsdestotrotz bieten unverändert schöne Blumenfelder und riesige Farne einen unvergleichlichen Anblick, den man so auf der Welt wohl kaum irgendwo anders finden wird. Auch die meisten Tiere der Insel wurden von Siedlern eingeführt. Bemerkenswert ist, dass es auf ganz Tahiti keine Tiere gibt, die dem Menschen ernsthaft gefährlich werden könnten, giftige Schlangen und sonstiges sucht man hier vergeblich.
Umgeben ist Tahiti von traumhaften, schwarzen wie weißen Stränden, wobei die
schwarzen Basaltsandstrände überwiegen und die weißen größtenteils künstlich von Menschenhand angelegt wurden. Da Tahiti eine erdgeschichtlich relativ junge Insel ist, sind die
Korallenriffe rund um die Insel noch verhältnismäßig wenig ausgeprägt, dennoch sind sie ein Anblick, den sich kein Tahitiurlauber entgehen laßen sollte. Die von den Korallen abgegrenzten
türkisblauen Lagunen fügen sich nahtlos in das paradiesische Südseeidyll ein und bieten vor allem bei Sonnenauf- und -untergängen ein imposantes Schauspiel der Natur. Auch sind die Riffe ein lohnenswertes Ziel für Taucher, da der Artenreichtum vor allem hier keine Grenzen zu scheinen kennt, und von kleinen Meeresbewohnern wie Krebsen, Schildkröten und Korallenfischen bis hin zu größeren wie Schwertfischen, Rochen, Haien und teilweise sogar Walen alles zu finden ist, was man sich unter tropischer Meeresfauna vorstellen kann. Man sieht also, Tahiti läßt landschaftlich keine Wünsche offen. Spektakuläre Ansichten vereinen sich auf dieser Insel mit idyllischen Rückzugsorten, wie sie in dieser hektischen Welt immer seltener werden.